{"id":88,"date":"2015-02-16T22:37:03","date_gmt":"2015-02-16T21:37:03","guid":{"rendered":"http:\/\/vu2080.web2.premium-webspace.net\/wopre\/?page_id=88"},"modified":"2015-12-08T23:06:46","modified_gmt":"2015-12-08T22:06:46","slug":"geschichte","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.feuerwehr-aumuehle.de\/wopre\/ueber-uns\/geschichte\/","title":{"rendered":"Geschichte"},"content":{"rendered":"<h1 style=\"text-align: justify;\">Die Geschichte der Feuerwehr Aum\u00fchle<\/h1>\n<h2 style=\"text-align: justify;\">Gr\u00fcndung und Kriegszeit<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bereits <strong>1879<\/strong> existierte in Friedrichsruh eine Feuerspritze, die von Bediensteten der Bismarck\u00b4schen Gutsverwaltung bedient wurde. Im Jahre <strong>1889<\/strong> bildeten dann der Gutsvorstand Friedrichsruh und die Gemeinde Aum\u00fchle Billenkamp eine gemeinsame Brandwehr, die ihren Sitz in Friedrichsruh behielt. Nachdem der hamburgische Kaufmann Emil Specht gro\u00dfe Teile des Billenkampes kaufte und die Villenkolonie Billenkamp gr\u00fcndete, zog der Fortschritt in dem bis dato l\u00e4ndlichen Dorf ein. Es wurde ein Wasserleitungsnetz gebaut, die Elektrizit\u00e4t zog ein und die Einwohnerzahl wuchs auf mehr als das Doppelte an. Die Zeit war also reif f\u00fcr eine eigene Feuerwehr.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als dann im Jahre <strong>1903<\/strong> das Wohnhaus des ehemaligen Bauernvogtes Meyer in der fr\u00fcheren Dorfstra\u00dfe bis auf die Grundmauern niederbrannte, beschloss die Gemeindevertretung am 19. Dez. <strong>1903<\/strong>, eine Freiwillige Feuerwehr oder eine Pflichtfeuerwehr f\u00fcr Aum\u00fchle-Billenkamp ins Leben zu rufen, weil der bis dato zust\u00e4ndige L\u00f6schverband aus Friedrichsruh f\u00fcr seinen Weg zu diesem Einsatz viel zu viel Zeit ben\u00f6tigte, um noch etwas retten zu k\u00f6nnen. B\u00f6se Zungen behaupteten, dass auf dem Weg durch den Wald der Schlauch verloren ging.<\/p>\n<div id=\"attachment_429\" class=\"wp-caption alignright\" style=\"width: 300px\"><a  href=\"http:\/\/www.feuerwehr-aumuehle.de\/wopre\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/gruendung.jpg\" data-rel=\"gallery-gallery-0\" data-rl_title=\"\" data-rl_caption=\"\" title=\"\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-429 size-medium\" src=\"http:\/\/www.feuerwehr-aumuehle.de\/wopre\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/gruendung-300x205.jpg\" alt=\"Die Gr\u00fcndungsmitglieder von 1904\" width=\"300\" height=\"205\" srcset=\"https:\/\/www.feuerwehr-aumuehle.de\/wopre\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/gruendung-300x205.jpg 300w, https:\/\/www.feuerwehr-aumuehle.de\/wopre\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/gruendung.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p class=\"wp-caption-text\">Die Gr\u00fcndungsmitglieder von 1904<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bereits am 2. Jan. <strong>1904<\/strong> wurde dann die Freiwillige Feuerwehr Aum\u00fchle-Billenkamp unter der F\u00fchrung der Herren Otto Hagen (Hauptmann), Wilhelm Kr\u00fcger (Stellvertreter), Paul Seifert (Schriftf\u00fchrer und Kassierer), Franz Koops (F\u00fchrer der Spritzenabteilung) und Arthur Kayser (F\u00fchrer der Steigerabteilung) gegr\u00fcndet. Und schon am 3. Febr. <strong>1904<\/strong> wurden die von den obigen Herren ausgearbeiteten Statuten der Gemeindevertretung zur Genehmigung vorgelegt.<\/p>\n<div style=\"text-align: justify;\" align=\"justify\">In den Jahren <strong>1904<\/strong> bis <strong>1906<\/strong> wuchs die Zahl der Aum\u00fchler Feuerwehrm\u00e4nner von 18 auf 25 an. Es konnte sich jeder gesunde, kr\u00e4ftige und unbescholtene Mann zur Aufnahme beim Hauptmann Hagen bewerben. Hat dann der Vorstand in geheimer Abstimmung die Aufnahme beschlossen, wurden dem neuen Feuerwehrmann folgende Pflichten auferlegt:<\/div>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>\n<p><div id=\"attachment_430\" class=\"wp-caption alignleft\" style=\"width: 180px\"><a  href=\"http:\/\/vu2080.web2.premium-webspace.net\/wopre\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/satzung1905.jpg\" data-rel=\"gallery-gallery-0\" data-rl_title=\"\" data-rl_caption=\"\" title=\"\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-430 size-medium\" src=\"http:\/\/www.feuerwehr-aumuehle.de\/wopre\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/satzung1905-180x300.jpg\" alt=\"Die Satzungen der Freiwilligen Feuerwehr Aum\u00fchle von 1905\" width=\"180\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.feuerwehr-aumuehle.de\/wopre\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/satzung1905-180x300.jpg 180w, https:\/\/www.feuerwehr-aumuehle.de\/wopre\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/satzung1905.jpg 479w\" sizes=\"auto, (max-width: 180px) 100vw, 180px\" \/><\/a><p class=\"wp-caption-text\">Die Satzungen der Freiwilligen Feuerwehr Aum\u00fchle von 1905<\/p><\/div><\/td>\n<td style=\"vertical-align: middle;\">\n<ul style=\"line-height: 200%;\">\n<li><em>williger <strong>Gehorsam<\/strong> gegen\u00fcber den Vorgesetzten<\/em><\/li>\n<li><em>in und au\u00dfer dem Dienst ein <strong>ehrenhaftes m\u00e4nnliches Betragen<\/strong> und im Dienst namentlich <strong>N\u00fcchternheit, P\u00fcnktlichkeit, Ruhe, Ausdauer, Mut und Besonnenheit<\/strong><\/em><\/li>\n<li><em>den angewiesenen <strong>Posten ohne Erlaubnis nicht zu verlassen<\/strong><\/em><\/li>\n<li><em>bei Br\u00e4nden <strong>so rasch als m\u00f6glich<\/strong> und bei \u00dcbungen <strong>p\u00fcnktlich<\/strong> zu erscheinen<\/em><\/li>\n<li><em>die Ger\u00e4te und <strong>Ausr\u00fcstungsgegenst\u00e4nde<\/strong> <strong>m\u00f6glichst zu schonen<\/strong> und letztere stets <strong>rein zu halten<\/strong><\/em><\/li>\n<\/ul>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<div id=\"attachment_431\" class=\"wp-caption alignright\" style=\"width: 196px\"><a  href=\"http:\/\/vu2080.web2.premium-webspace.net\/wopre\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/spritzenhaus.jpg\" data-rel=\"gallery-gallery-0\" data-rl_title=\"\" data-rl_caption=\"\" title=\"\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-431 size-medium\" src=\"http:\/\/www.feuerwehr-aumuehle.de\/wopre\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/spritzenhaus-196x300.jpg\" alt=\"Das Spritzenhaus von 1905\" width=\"196\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.feuerwehr-aumuehle.de\/wopre\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/spritzenhaus-196x300.jpg 196w, https:\/\/www.feuerwehr-aumuehle.de\/wopre\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/spritzenhaus.jpg 522w\" sizes=\"auto, (max-width: 196px) 100vw, 196px\" \/><\/a><p class=\"wp-caption-text\">Das Spritzenhaus von 1905<\/p><\/div>\n<p>Zur Unterbringung der Ger\u00e4tschaften erhielt diese stolze Truppe im Jahre <strong>1905<\/strong> ein neu erbautes Spritzenhaus in der heutigen Bergstra\u00dfe, auf dessen Grundmauern das heutige Feuerwehrger\u00e4tehaus errichtet wurde. Dieses Spritzenhaus beherbergte immerhin schon eine Saug-Druckspritze, 320 m Druckschl\u00e4uche, eine Anstelleiter, zwei Dachleitern, zwei Haltehaken, vier Turmpatschen und eine Strohharke.<\/p>\n<div style=\"text-align: justify;\" align=\"justify\">Zur Bef\u00f6rderung der Spritze wurden die Aum\u00fchler Pferdehalter im Wechsel zu Spanndiensten verpflichtet.<\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am n\u00f6tigen Eifer hat es der Aum\u00fchler Feuerwehr schon damals nicht gefehlt. Man traf sich regelm\u00e4\u00dfig zu \u00dcbungen und Sitzungen des Vorstandes. Diese Zusammenk\u00fcnfte fanden mangels geeigneter R\u00e4ume in der Gastst\u00e4tte Schuhmacher (heute Penny-Markt Aum\u00fchle) statt. Im Laufe der folgenden Jahre wurde die Ausr\u00fcstung der Wehr nach und nach erg\u00e4nzt. So wurde z.B. im Jahre <strong>1908<\/strong> ein Schlauchwagen angeschafft. Die Zahl der aktiven Feuerwehrm\u00e4nner wuchs an auf durchschnittlich 30.<\/p>\n<div id=\"attachment_444\" class=\"wp-caption alignleft\" style=\"width: 300px\"><a  href=\"http:\/\/vu2080.web2.premium-webspace.net\/wopre\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/erster-einsatz.jpg\" data-rel=\"gallery-gallery-0\" data-rl_title=\"\" data-rl_caption=\"\" title=\"\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-444 size-medium\" src=\"http:\/\/www.feuerwehr-aumuehle.de\/wopre\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/erster-einsatz-300x187.jpg\" alt=\"Erster Einsatz: Gro\u00dfbrand am Tonwerk Wohltorf\" width=\"300\" height=\"187\" srcset=\"https:\/\/www.feuerwehr-aumuehle.de\/wopre\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/erster-einsatz-300x187.jpg 300w, https:\/\/www.feuerwehr-aumuehle.de\/wopre\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/erster-einsatz.jpg 796w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p class=\"wp-caption-text\">Erster Einsatz: Gro\u00dfbrand am Tonwerk Wohltorf<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Erst im Jahre <strong>1911<\/strong> wurde es dann erstmals ernst: Die Aum\u00fchler Feuerwehr wurde in diesem Jahr gleich viermal zu Brandeins\u00e4tzen in benachbarte Ortschaften gerufen. Besonders ist hier der Gro\u00dfbrand des Tonwerkes in Wohltorf zu nennen, bei dem immerhin noch 7 weitere Feuerwehren im Einsatz waren.<br \/>\nIm Jahre <strong>1913<\/strong> erfolgte dann der erste Einsatz in der eigenen Gemeinde. Durch einen Blitzschlag geriet das erste Restaurant \u201eWaldesruh\u201c in Brand und wurde ein Raub der Flammen. Es gelang aber, ein \u00dcbergreifen der Flammen auf das Nachbargeb\u00e4ude mit dem Festsaal zu verhindern.<br \/>\nDas Jahr <strong>1914<\/strong> und die folgenden Jahre warfen dunkle Schatten auf den Dienstbetrieb der noch jungen Feuerwehr. Bedingt durch den Ausbruch des 1. Weltkrieges wurde angeordnet, dass nur noch die H\u00e4lfte der \u00dcbungen abzuhalten seien. Im Nov. <strong>1914<\/strong> wurde so z. B. in einer Dienst-Versammlung beschlossen, dass die \u201eKameraden im Felde\u201c ein durch freiwillige Spenden und Hilfe der Gemeindekasse zusammengestelltes Weihnachtspaket erhalten sollten. Eine traurige Pflicht waren auch die immer wieder abzuhaltenden Totenwachen f\u00fcr die gefallenen Feuerwehrkameraden.<br \/>\nNach dem Zusammenbruch des Kaiserreiches wurden die Verh\u00e4ltnisse f\u00fcr die Kameraden der Feuerwehr auch nicht besser, eher noch schlechter, denn der allgemein herrschende Mangel machte auch vor dem Tor des Spritzenhauses nicht halt. Die Ausr\u00fcstung war alt und verbraucht. Man verf\u00fcgte nur noch \u00fcber eine kleine schwache Handdruckspritze und einen Schlauchkarren mit 300 m Schlauch. Das Spritzenhaus selbst wurde h\u00e4ufig zweckentfremdet und z. B. zum Schlachten von Vieh genutzt, was sich auf die Ausr\u00fcstung zus\u00e4tzlich schlecht auswirkte.<\/p>\n<div id=\"attachment_445\" class=\"wp-caption alignright\" style=\"width: 300px\"><a  href=\"http:\/\/vu2080.web2.premium-webspace.net\/wopre\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/alarmsystem.jpg\" data-rel=\"gallery-gallery-0\" data-rl_title=\"\" data-rl_caption=\"\" title=\"\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-445 size-medium\" src=\"http:\/\/www.feuerwehr-aumuehle.de\/wopre\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/alarmsystem-300x240.jpg\" alt=\"Alarmierungssystem: H\u00f6rner\" width=\"300\" height=\"240\" srcset=\"https:\/\/www.feuerwehr-aumuehle.de\/wopre\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/alarmsystem-300x240.jpg 300w, https:\/\/www.feuerwehr-aumuehle.de\/wopre\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/alarmsystem.jpg 796w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p class=\"wp-caption-text\">Alarmierungssystem: H\u00f6rner<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Alarmierung der Freiwilligen Feuerwehr gestaltete sich so, dass der B\u00fcrger im Falle eines Brandes eine mit einem roten Schild gekennzeichneten Feuermeldestelle aufsuchen musste und dann mittels Hornsignalen Alarm gegeben wurde. Nachts waren zwei Nachtw\u00e4chter der Gemeinde unterwegs, die neben ihren Ordnungsaufgaben auch auf Feuer zu achten hatten. Einer dieser Nachtw\u00e4chter wurde am 19. Dez. <strong>1919<\/strong> dann selbst vom Roten Hahn heimgesucht. Dieser bemerkte das Feuer in seinem Hause in der heutigen Sachsenwaldstra\u00dfe erst recht sp\u00e4t und blies sogleich in das Feuerhorn. Diese Alarmierung schlug jedoch fehl, weil das Horn im Bereich Billenkamp, wo der gr\u00f6\u00dfte Teil der L\u00f6schmannschaft wohnte, einfach nicht geh\u00f6rt wurde.\u00dcber den eigentlichen Einsatz der Feuerwehr ist in den Chroniken nichts festgehalten. Man kann hier nur Vermutungen anstellen&#8230; Als Konsequenz dieser missgl\u00fcckten Alarmierung wurde angeordnet, dass n\u00e4chtens zwei Mitglieder der Feuerwehr die Nachtw\u00e4chter zu begleiten hatten.<br \/>\nHinsichtlich der L\u00f6schwasserversorgung hat die Gemeinde im Jahre <strong>1922<\/strong> einen gro\u00dfen Schritt nach vorn getan. Das Specht`sche Wasserwerk mit den im Bereich Billenkamp schon vorhandenen Wasserleitungen ging in den Besitz der Gemeinde Aum\u00fchle \u00fcber. Dieses erm\u00f6glichte, auch in den Stra\u00dfen des Dorfes Aum\u00fchle neue Wasserleitungen zu bauen und Hydranten zu setzen.<br \/>\nIm Jahre <strong>1934<\/strong> erfolgte dann der erste Wechsel in der F\u00fchrung der Feuerwehr. Es wurde der Kamerad Heinrich Gammelin als neuer Wehrf\u00fchrer eingesetzt.<\/p>\n<div id=\"attachment_447\" class=\"wp-caption alignleft\" style=\"width: 300px\"><a  href=\"http:\/\/vu2080.web2.premium-webspace.net\/wopre\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/tragkraftspritze.jpg\" data-rel=\"gallery-gallery-0\" data-rl_title=\"\" data-rl_caption=\"\" title=\"\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-447 size-medium\" src=\"http:\/\/www.feuerwehr-aumuehle.de\/wopre\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/tragkraftspritze-300x209.jpg\" alt=\"Tragkraftspritze TS8\" width=\"300\" height=\"209\" srcset=\"https:\/\/www.feuerwehr-aumuehle.de\/wopre\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/tragkraftspritze-300x209.jpg 300w, https:\/\/www.feuerwehr-aumuehle.de\/wopre\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/tragkraftspritze.jpg 796w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p class=\"wp-caption-text\">Tragkraftspritze TS8<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">In den Drei\u00dfigerjahren zog dann die Motorkraft in das Spritzenhaus Bergstra\u00dfe ein. Im Jahre <strong>1938<\/strong> wurde eine Tragkraftspritze (TS8) und ein Tragkraftspritzenanh\u00e4nger angeschafft, gefolgt von einem L\u00f6schgruppenfahrzeug (LF8). Dieses Fahrzeug war in der Farbe gr\u00fcn lackiert, und aus den Aum\u00fchler Feuerwehrm\u00e4nnern waren Feuerschutz-Polizisten geworden.<br \/>\nAuch wurden die Feuerwehren Wohltorf (L\u00f6schzug 1) und Aum\u00fchle (L\u00f6schzug 2) zu einer Einheit zusammengefasst.<br \/>\nIm Jahre <strong>1941<\/strong> hatte dann der Bombenkrieg auch Aum\u00fchle erreicht. Durch die N\u00e4he zu Hamburg wurde die Aum\u00fchler Feuerwehr wiederholt nach Angriffen mit Brand- und Sprengbomben in die Hansestadt entsandt. Aber auch die eigene Gemeinde blieb nicht verschont. Am 3. Aug. <strong>1941<\/strong> gingen im Bereich der Bismarckallee ca. 150 Brandbomben nieder, wodurch die Dachst\u00fchle von 4 Villen in Brand gerieten. Es sollte aber noch weitaus schlimmer kommen: In den Hamburger Bombenn\u00e4chten im Juli <strong>1943<\/strong> mussten die Aum\u00fchler und Wohltorfer Kameraden nat\u00fcrlich auch zur Hilfe in Hamburg anr\u00fccken. Hierbei wurden die M\u00e4nner bis \u00fcber die Grenzen des Ertr\u00e4glichen hinaus gefordert. Es sei hier nur daran erinnert, dass der Hamburger Feuersturm ca. 50.000 Tote forderte. Im weiteren Verlauf des 2. Weltkrieges gingen dann solche Einsatzfahrten \u00fcber L\u00fcbeck, bis hinauf nach Kiel.<\/p>\n<div id=\"attachment_448\" class=\"wp-caption alignright\" style=\"width: 300px\"><a  href=\"http:\/\/vu2080.web2.premium-webspace.net\/wopre\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/erstesfzg.jpg\" data-rel=\"gallery-gallery-0\" data-rl_title=\"\" data-rl_caption=\"\" title=\"\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-448 size-medium\" src=\"http:\/\/www.feuerwehr-aumuehle.de\/wopre\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/erstesfzg-300x240.jpg\" alt=\"Erstes L\u00f6schgruppen-Fahrzeug: LF8\" width=\"300\" height=\"240\" srcset=\"https:\/\/www.feuerwehr-aumuehle.de\/wopre\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/erstesfzg-300x240.jpg 300w, https:\/\/www.feuerwehr-aumuehle.de\/wopre\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/erstesfzg.jpg 796w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p class=\"wp-caption-text\">Erstes L\u00f6schgruppen-Fahrzeug: LF8<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diese \u201eFerntouren\u201c hatten dann im Jahre <strong>1944<\/strong> ein Ende, da die Reichsregierung aus strategischen Gr\u00fcnden anordnete, dass die Aum\u00fchler Feuerwehr ihr L\u00f6schgruppen-Fahrzeug und den Anh\u00e4nger mit der Tragkraftspitze TS 8 nach Duvensee abzugeben habe. Somit blieb dann noch eine alte TS 4\/4, um den Brandschutz f\u00fcr die Gemeinde zu bewerkstelligen. Zum Transport des sp\u00e4rlichen Ger\u00e4tes wurde der M\u00fcllermeister Rohde verpflichtet. Wie zu Kaisers Zeiten ging es nun wieder mit Pferd und Wagen zum Einsatz. Der letzte kriegsbedingte Einsatz erfolgte am 29. April <strong>1945<\/strong>. Das Bismarck\u00b4sche Schloss wurde an diesem Tag von britischen Flugzeugen bombardiert und zum gr\u00f6\u00dften Teil zerst\u00f6rt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am 2. Mai <strong>1945<\/strong> erfolgte dann die Besetzung der Gemeinde Aum\u00fchle durch englische Truppen. Die wenigen verbliebenen Kameraden wurden von der Milit\u00e4rregierung zum weiteren Feuerwehrdienst verpflichtet. Damit sie auch w\u00e4hrend der n\u00e4chtlichen Ausgangssperre zum Einsatz gelangen konnten, erhielten sie als \u201eAusweis\u201c Armbinden zugeteilt. Da Not bekanntlich erfinderisch macht und mit weiteren Anschaffungen von Ger\u00e4tschaften nicht zu rechnen war, mussten die Aum\u00fchler Wehrm\u00e4nner selbst t\u00e4tig werden. Durch den Ger\u00e4tewart Hans Jacobsen wurde im Sommer <strong>1945<\/strong> bekannt, dass sich auf einem Flugplatz der ehemaligen Luftwaffe in Grambek bei M\u00f6lln ein Sammelplatz f\u00fcr Feuerwehrfahrzeuge aus Mecklenburg befand. In einer Nacht- und Nebelaktion wurde dort ein geeignetes L\u00f6schgruppenfahrzeug aufgetan und kurzerhand nach Aum\u00fchle \u201e\u00fcberf\u00fchrt\u201c. Eine Besonderheit dieses Fahrzeuges war, dass es kein F\u00fchrerhaus und keine Mannschaftskabine aufwies. Die Kameraden fuhren also bis in das Jahr <strong>1949<\/strong> zu jeder Jahreszeit in einem Cabriolet. Erst dann konnte der Kabinen-Aufbau nachgeholt werden.In diesem Zeitraum wuchs langsam die Zahl der Feuerwehrm\u00e4nner von zuletzt 14 auf 36 an. Neue Mitglieder traten der Wehr bei, andere Kameraden kehrten aus der Kriegsgefangenschaft zur\u00fcck.<\/p>\n<div id=\"attachment_449\" class=\"wp-caption alignleft\" style=\"width: 300px\"><a  href=\"http:\/\/vu2080.web2.premium-webspace.net\/wopre\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/zweitesfzg.jpg\" data-rel=\"gallery-gallery-0\" data-rl_title=\"\" data-rl_caption=\"\" title=\"\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-449 size-medium\" src=\"http:\/\/www.feuerwehr-aumuehle.de\/wopre\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/zweitesfzg-300x153.jpg\" alt=\"Zweites L\u00f6schgruppen-Fahrzeug: LF15\" width=\"300\" height=\"153\" srcset=\"https:\/\/www.feuerwehr-aumuehle.de\/wopre\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/zweitesfzg-300x153.jpg 300w, https:\/\/www.feuerwehr-aumuehle.de\/wopre\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/zweitesfzg.jpg 326w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p class=\"wp-caption-text\">Das zweite L\u00f6schfahrzeug auf seiner vorletzten Fahrt<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nat\u00fcrlich mangelte es in dieser Zeit nicht nur an einem Dach f\u00fcr das Feuerwehr-Auto. Es fehlte an allem, sei es Werkzeug und rote Farbe f\u00fcr das LF 15, das noch die graue Luftwaffenlackierung trug, Bekleidung f\u00fcr die Kameraden oder feuerwehrtechnische Ausr\u00fcstung.Trotzdem r\u00fcckte die Wehr zu allen anfallenden Eins\u00e4tzen bereitwillig aus. So z.B. am 20. M\u00e4rz <strong>1946<\/strong>, als in Ohe ein Schornsteinbrand verheerende Folgen hatte. Das Feuer weitete sich auf das gesamte Anwesen der Familie Koops aus und griff dann auch noch auf das Nachbarhaus der Familie Eggers \u00fcber. Die Oher Kameraden wurden neben der Freiwilligen Feuerwehr Aum\u00fchle auch noch von den Wehren Reinbek, Sch\u00f6nningstedt und Wohltorf unterst\u00fctzt.Durchschnittlich fuhr die FF Aum\u00fchle in dieser Zeit jedes Jahr zu drei Brand-Eins\u00e4tzen. Aber auch technische Hilfe war zu erbringen, denn schon damals fegten St\u00fcrme regelm\u00e4\u00dfig B\u00e4ume auf die Stra\u00dfen&#8230;<\/p>\n<div id=\"attachment_452\" class=\"wp-caption alignright\" style=\"width: 300px\"><a  href=\"http:\/\/vu2080.web2.premium-webspace.net\/wopre\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/magirus-faunlf8.jpg\" data-rel=\"gallery-gallery-0\" data-rl_title=\"\" data-rl_caption=\"\" title=\"\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-452 size-medium\" src=\"http:\/\/www.feuerwehr-aumuehle.de\/wopre\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/magirus-faunlf8-300x203.jpg\" alt=\"Das LF8 Magirus-Faun\" width=\"300\" height=\"203\" srcset=\"https:\/\/www.feuerwehr-aumuehle.de\/wopre\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/magirus-faunlf8-300x203.jpg 300w, https:\/\/www.feuerwehr-aumuehle.de\/wopre\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/magirus-faunlf8.jpg 780w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p class=\"wp-caption-text\">Das LF8 Magirus-Faun<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Jahr <strong>1955<\/strong> fand dann der zweite Wechsel in der Wehrf\u00fchrung statt. Nach 21 Jahren \u00fcbergab Heinrich Gammelin seine Truppe an seinen Nachfolger Johannes Hansen.Allm\u00e4hlich wirkte sich das eintretende Wirtschaftswunder auch in der Bergstra\u00dfe 9 aus. Es folgten Jahre der Modernisierung und des Aufbaus. Im Jahre <strong>1958<\/strong> fiel der Startschu\u00df durch die Anschaffung einer neuen Tragkraftspritze 8\/8, um die im Jahre <strong>1963<\/strong> dann ein neues L\u00f6schgruppenfahrzeug 8 herum gebaut wurde.<\/p>\n<h3>Gr\u00fcndung der Jugendfeuerwehr<\/h3>\n<p><strong>1964<\/strong> wurde dann der Altersdurchschnitt der Freiwilligen Feuerwehr Aum\u00fchle enorm gesenkt:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auf Initiative des ehem. Wehrf\u00fchrers Erhard Bartels und des Kameraden J\u00fcrgen Tode wurde in Aum\u00fchle die Jugendfeuerwehr ins Leben gerufen. Nach einer \u201eGr\u00fcndungsversammlung\u201c in der Gastst\u00e4tte \u201eZum Gr\u00fcnen Zweig\u201c (heute offiziell: \u201eMorscher Ast\u201c) standen am nachfolgenden Dienstag, den 25. Febr. <strong>1964<\/strong>, elf Jugendliche vor Wehrf\u00fchrer Heinrich Schl\u00fcter und wurden an diesem Abend zu Jung-Feuerwehr-\u201eM\u00e4nnern\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Da das alte Ger\u00e4tehaus aus dem Jahre <strong>1905<\/strong> nun nicht mehr geeignet war, so eine moderne Feuerwehr zu beherbergen und au\u00dferdem der h\u00f6lzerne Schlauchturm einzust\u00fcrzen drohte, wurde es im Jahre <strong>1965<\/strong> abgerissen und an gleicher Stelle ein Neubau errichtet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Damit erf\u00fcllte sich ein lang gehegter Wunsch der Kameraden. Verf\u00fcgte man nun endlich \u00fcber eigene R\u00e4ume, in denen Fahrzeug, Ger\u00e4t und Ausr\u00fcstung vern\u00fcnftig untergebracht war, in denen eine gute Ausbildung erfolgen konnte und in denen man sich einfach mal so treffen konnte.<\/p>\n<div id=\"attachment_454\" class=\"wp-caption alignright\" style=\"width: 300px\"><a  href=\"http:\/\/vu2080.web2.premium-webspace.net\/wopre\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/geraetehausrichtfest.jpg\" data-rel=\"gallery-gallery-0\" data-rl_title=\"\" data-rl_caption=\"\" title=\"\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-454 size-medium\" src=\"http:\/\/www.feuerwehr-aumuehle.de\/wopre\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/geraetehausrichtfest-300x218.jpg\" alt=\"Richtfest des neuen Ger\u00e4tehauses\" width=\"300\" height=\"218\" srcset=\"https:\/\/www.feuerwehr-aumuehle.de\/wopre\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/geraetehausrichtfest-300x218.jpg 300w, https:\/\/www.feuerwehr-aumuehle.de\/wopre\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/geraetehausrichtfest.jpg 796w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p class=\"wp-caption-text\">Richtfest des neuen Ger\u00e4tehauses<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_453\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"width: 300px\"><a  href=\"http:\/\/vu2080.web2.premium-webspace.net\/wopre\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/erstejugendfeuerwehr.jpg\" data-rel=\"gallery-gallery-0\" data-rl_title=\"\" data-rl_caption=\"\" title=\"\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-453 size-medium\" src=\"http:\/\/www.feuerwehr-aumuehle.de\/wopre\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/erstejugendfeuerwehr-300x217.jpg\" alt=\"Die erste Jugendfeuerwehr\" width=\"300\" height=\"217\" srcset=\"https:\/\/www.feuerwehr-aumuehle.de\/wopre\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/erstejugendfeuerwehr-300x217.jpg 300w, https:\/\/www.feuerwehr-aumuehle.de\/wopre\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/erstejugendfeuerwehr.jpg 796w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p class=\"wp-caption-text\">Die erste Jugendfeuerwehr<\/p><\/div>\n<h2 style=\"text-align: justify;\">Die j\u00fcngere Vergangenheit<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Feuerwehren wurden fr\u00fcher mit dem Ziel gegr\u00fcndet, Br\u00e4nde zu l\u00f6schen. Im Laufe der Zeit \u00e4nderte sich der Aufgabenbereich. Hilfeleistungen in vielen Bereichen kamen hinzu.<br \/>\nEin Blick auf die\u00a0Jahresstatistiken macht dies\u00a0deutlich:<\/p>\n<ul>\n<li>ca. <strong>20 %<\/strong> <strong>Brandbek\u00e4mpfung<\/strong><\/li>\n<li>ca.<strong> 70 %<\/strong> <strong>technische<\/strong> <strong>Hilfeleistung<\/strong><\/li>\n<li>ca. <strong>10 %<\/strong> <strong>sonstige<\/strong> <strong>Eins\u00e4tze<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">Brandbek\u00e4mpfung<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00dcber diese Art Eins\u00e4tze k\u00f6nnen wir viel erz\u00e4hlen. Wobei die meisten Br\u00e4nde kleinere Feuer waren.<br \/>\nHier sind insbesondere Fahrzeug-, Schuppen-, Container- und Freifl\u00e4chenbr\u00e4nde zu erw\u00e4hnen. Auch viele Zimmerbr\u00e4nde k\u00f6nnen unter den kleineren Eins\u00e4tzen mit aufgef\u00fchrt werden.<br \/>\nIn den n\u00e4chsten Zeilen m\u00f6chten wir \u00fcber einige Feuer aus der j\u00fcngeren Vergangenheit berichten.<br \/>\nIm Jahr <strong>1964<\/strong> waren in Aum\u00fchle zwei Gro\u00dffeuer, die mit gro\u00dfem Aufwand bek\u00e4mpft wurden; ein Feuer in einer Villa in der Alten Hege und der gro\u00dfe Sp\u00e4nehaufen im Holzhof. Die Feuerwehrleute waren eine ganze Nacht mit dem l\u00f6schen und auseinanderziehen des Haufens besch\u00e4ftigt. Im n\u00e4chsten Jahr war wieder ein Gro\u00dfbrand am Holzhof. Dort brannte eine Halle nieder. Sicherlich k\u00f6nnen sich auch einige B\u00fcrger an das Gro\u00dffeuer bei dem Kohlenh\u00f6ker in der Gro\u00dfen Stra\u00dfe erinnern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>1975<\/strong> war f\u00fcr die Wohltorfer und Aum\u00fchler Wehr der tragischste Brandeinsatz in der Nachkriegszeit. In der Nacht zum 05. 08. wurden wir zu einem Wohnhausbrand in der Gro\u00dfen Stra\u00dfe gerufen. Alles sah zun\u00e4chst nach einem normalen Gro\u00dffeuer im Haus aus. Mit viel Routine wurde die Wasserversorgung aufgebaut und die L\u00f6scharbeiten durchgef\u00fchrt. Viele Feuerwehrtrupps waren mit Atemschutzger\u00e4ten im Geb\u00e4ude. Erst als die R\u00e4ume frei von Qualm waren, stellte sich heraus, dass bei diesem Brand drei Personen auf tragische Weise ums Leben kamen. In den Medien wurde \u00fcber dieses Drama sehr intensiv berichtet: Der Wohnhausinhaber hatte seine Frau und seinen Sohn get\u00f6tet, das Haus in Brand gesteckt und ist auf der Flucht aus dem Objekt verungl\u00fcckt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>1978<\/strong> h\u00e4tte es zu einem Gro\u00dfbrand kommen k\u00f6nnen, als ein Schwelbrand in der Futterkammer der Reithalle Aum\u00fchle entstand. Durch das rechtzeitige Entdecken des Feuers und unser schnelles beherztes Eingreifen, der Einsatzleiter gab an den Angriffstrupp den Auftrag, unter Atemschutz zum Innenangriff vorzugehen, konnte ein Gro\u00dfbrand des Heubodens verhindert werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>1979<\/strong> hatten wir bei einer Einsatzfahrt ein ungutes Gef\u00fchl, als es hie\u00df, Dachstuhlbrand eines mit Reet gedeckten Hauses im Sachsenwald. Doch auch hier war das Gl\u00fcck auf unserer Seite, da sich das Feuer noch nicht so weit entfaltet hatte und es so schnell gel\u00f6scht werden konnte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Aum\u00fchler Hotels blieben von Feuer nicht verschont. So war <strong>1966<\/strong> ein Gro\u00dfbrand im Hotel Waldesruh am See. <strong>1981<\/strong> wurde das G\u00e4stehaus des damaligen Fischerhauses durch Feuer erheblich besch\u00e4digt. 7 Jahre sp\u00e4ter loderte es wieder im Dachstuhl des Nachbarhotels.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">H\u00e4ufiger waren wir zur Brandbek\u00e4mpfung am S\u00e4gewerk in Friedrichsruh. So z. B. <strong>1975<\/strong>, ein Schornstein- und Dachbrand im Maschinenhaus. Weiter ging es <strong>1982<\/strong> mit einem Schwelbrand in der Gatteranlage. <strong>1989<\/strong> ein Feuer im Sp\u00e4nebunker, das hie\u00df f\u00fcr uns: Bunker leeren, eine schwei\u00dftreibende Arbeit die \u00fcber drei Stunden dauerte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am 17.Juni.<strong>1992<\/strong> wurde leider das 110 Jahre alte Dampfs\u00e4gewerk durch das Feuer v\u00f6llig zerst\u00f6rt. Die Mitarbeiter des S\u00e4gewerkes machten gerade Fr\u00fchst\u00fcckspause, als sie auf das Feuer in der S\u00e4gehalle aufmerksam wurden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Trotz schneller Alarmierung breitete sich das Feuer derma\u00dfen rasant aus, dass trotz der Hilfe der Nachbarwehren aus Wohltorf, Dassendorf, Geesthacht, Kr\u00f6ppelshagen, Hohenhorn, Ohe und Wentorf das S\u00e4gewerk v\u00f6llig zerst\u00f6rt wurde. Das mittig in der Anlage gelegene Wohnhaus konnte zum Gl\u00fcck vor gr\u00f6\u00dferen Brandsch\u00e4den bewahrt werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am Samstag, den 16.08.<strong>1986<\/strong>, gerade wieder Schulbeginn nach langer Sommerferienzeit, h\u00e4tte f\u00fcr so manchen Aum\u00fchler Sch\u00fcler ein Traum wahr werden k\u00f6nnen: Feuer in der Schule. Am fr\u00fchen Samstag Abend bemerkte ein Spazierg\u00e4nger Qualm aus dem Dachgeschoss des Mitteltraktes.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gemeinsam mit den Wohltorfer Kameraden l\u00f6schten wir in dreist\u00fcndiger Arbeit das Feuer. Das Dachgeschoss war durch das Feuer erheblich besch\u00e4digt worden. Nur, die Klassenr\u00e4ume in den anderen Geb\u00e4udeteilen konnten weiter genutzt werden. Pech f\u00fcr die Sch\u00fcler, am Montag konnte der Unterricht wie gewohnt beginnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gerade Feuer in Dachgeschossen sind f\u00fcr uns sehr gef\u00e4hrlich, da sie unberechenbar sind. So zum Beispiel <strong>1987<\/strong> in einem Einfamilienhaus in der Sachsenwaldstra\u00dfe oder <strong>1991<\/strong> in dem Geb\u00e4ude der katholischen Gemeinde in der Emil-Specht-Allee.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei Ankunft an diesen Objekten deutete zun\u00e4chst alles daraufhin hin, dass der Brandherd nur auf einer Seite liegen w\u00fcrde. Mit Zielrichtung des vermuteten Brandortes planten wir unter Atemschutz einen Innenl\u00f6schangriff vorzunehmen. Doch noch bevor der Brandabschnitt erreicht war, schlugen die Flammen aus allen Richtungen entgegen. Grund hief\u00fcr sind die trockenen Zwischendecken oder die trockenen freien Fl\u00e4chen im Dachstuhl, wo sich ein Feuer blitzschnell ausbreiten kann. Bei diesen Br\u00e4nden waren zum Gl\u00fcck keine Personen in Gefahr, so dass wir uns ausschlie\u00dflich auf die L\u00f6scharbeiten konzentrieren konnten. Diese Arbeiten sind auch sehr zeitaufwendig sind, so z. B. dem Feuer in der Sachsenwaldstrasse: Erst nach sechs Stunden wurde &#8222;Feuer aus&#8220; gemeldet und dabei insgesamt 50 Atemschutzflaschen geleert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>2001<\/strong> hie\u00df es erneut Feuer im Dachbereich einer Aum\u00fchler Villa. Durch einen Blitzeinschlag entstand das Feuer im Dachstuhl. Bei str\u00f6mendem Regen wurde es einigen Feuerwehrleute trotzdem sehr warm. Auf dem Dachboden lagerten, sehr zur Freude des Feuers, jede Menge brennbares Material.\u00a0Aber auch hier konnten wir nach mehreren Stunden dann Feuer aus melden. Leider bleibt ein Wasserschaden gr\u00f6\u00dferen Ausma\u00dfes in den Geb\u00e4uden bei solchen Eins\u00e4tzen nicht aus.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am 15. Mai <strong>1993<\/strong> h\u00e4tte es in Aum\u00fchle zu einem Feuerinferno kommen k\u00f6nnen. Fr\u00fch morgens fuhr ein G\u00fcterzug mit Kesselwagen in Richtung Hamburg. Am Bahn\u00fcbergang Friedrichsruh entgleiste ein Waggon, was der Zugf\u00fchrer offensichtlich nicht bemerkte und wie gewohnt weiterfuhr. Unmittelbar vor dem Aum\u00fchler Bahnhof entgleisten in der Weichenanlage weitere Waggons und der Zug kam im Bahnhofsbereich zum Stehen. Dabei wurde der sch\u00f6ne Jugendstilbahnhof, der erst kurz zuvor renoviert wurde, erheblich besch\u00e4digt.\u00a0Zeugen des Vorfalles waren die Fahrg\u00e4ste, die unmittelbar vor der Ungl\u00fcckszeit mit der letzten S-Bahn aus Hamburg gekommen waren. Zum Gl\u00fcck wurde niemand verletzt, obwohl diverse Steine auf dem Bahnsteig flogen. Die Zeuge berichteten, dass das Rutschen und der Aufprall ohrenbet\u00e4ubend laut gewesen waren. Ein Feuer entstand zur Erleichterung aller nicht.\u00a0Da wir zun\u00e4chst keine weiteren Ma\u00dfnahmen am verunfallten Zug durchf\u00fchren brauchten, konnten wir nach 3 Stunden f\u00fcrs erste wieder abr\u00fccken. Etwas sp\u00e4ter wurden wir erneut zum Bahnhof gerufen: Brandschutz, f\u00fcr \u00fcber 12 Stunden mussten wir am Bahnhof ausharren.\u00a0\u00dcbrigens entstand hiernach auch ein Rechtsstreit mit der Deutschen Bahn \u00fcber die angefallenen Kosten des Einsatzes.\u00a0Das Bahnhofsgeb\u00e4ude wurde erheblich besch\u00e4digt und die Bahnhofstra\u00dfe musste gesperrt werden. Der Eigent\u00fcmer, die Deutsche Bahn AG, h\u00e4tte das Geb\u00e4ude gerne abgerissen und einen neuen Bahnhof gebaut. Pl\u00e4ne lagen hierf\u00fcr bereits vor.\u00a0Nach hart gef\u00fchrter Diskussion der Gemeindevertretung und des B\u00fcrgermeisters mit dem Eigent\u00fcmer k\u00f6nnen wir das Ergebnis heute bewundern: Das alte Geb\u00e4ude blieb erhalten und wurde vor Kurzem nach umfangreichen Renovierungsarbeiten wieder frei gegeben.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">Waldbr\u00e4nde<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Sachsenwald ist ein sehr sch\u00f6nes Erholungsgebiet und geh\u00f6rt mit zu den gr\u00f6\u00dften geschlossenen Waldgebieten Schleswig-Holsteins. Auf \u00fcber 240 km Waldwegen kann der Besucher die Natur bewundern. Nur des einen Freud ist des anderen Leid. Um hier keinen falschen Eindruck zu erwecken: Wir Feuerwehrkameraden genie\u00dfen nat\u00fcrlich auch bei Spazierg\u00e4ngen oder Radtouren die\u00a0herrliche Natur, aber der Wald hat nun einmal seine gef\u00e4hrliche Seiten, die Waldbr\u00e4nde.\u00a0Die dichten Schonungen oder die sehr gro\u00dfen Fl\u00e4chen mit ausgewachsenen hohen B\u00e4umbest\u00e4nden k\u00f6nnen bei einem Feuer unberechenbare Lagen hervorrufen. In den meisten Regionen, die Gebietseinteilung im Sachsenwald wird als Jagen bezeichnet, fehlt es an Wasser und dies ist nun mal das L\u00f6schmittel Nr. 1.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bis in die 70er Jahre mussten wir h\u00e4ufig zu Br\u00e4nden an den Bahnd\u00e4mmen ausr\u00fccken. Ursache war die Funkenbildung durch die hei\u00dfe Kohle aus den Loks. Erst als die Dieselloks die alten Lokomotiven abl\u00f6sten, hatte sich diese Br\u00e4nde erledigt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Einige Jahre waren besonderes auff\u00e4llig. Es war nicht schwer zu erkennen, dass hier mutwillig gez\u00fcndelt wurde.\u00a0So z. B. im Fr\u00fchjahr und Sommer <strong>1974<\/strong>. \u00dcbrigens ein sehr sch\u00f6nes warmes Jahr. Neben einigen kleinen Feuern mussten wir mehrere gro\u00dffl\u00e4chige Waldbr\u00e4nde bek\u00e4mpfen. So k\u00f6nnen sich viele bestimmt noch gut an einen Waldbrand am Pfingstsonntag im Bereich des Kupferberges erinnern. Einige unserer j\u00fcngeren Feuerwehrkameraden hatten eine lang Nacht mit Besuch des Fischmarktes hinter sich. Als sie mit der Bahn in Aum\u00fchle ankamen, ert\u00f6nte die Feuersirene. Am Kupferberg brannte es auf einer gr\u00f6\u00dferen Fl\u00e4che. Der Einsatz zog sich in die L\u00e4nge, wobei unter anderem auch die altbewehrten Feuerpatschen und Schaufeln eingesetzt wurden , ein Einsatz der uns viel abverlangte.\u00a0<span style=\"line-height: 1.5;\">Im gleichen Jahr war noch ein zweiter Gro\u00dfbrand im Buchenhochwald Witzhaver Viert.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>1976<\/strong> war wieder ein Brandstifter im Sachsenwald unterwegs. Die n\u00e4chste Serie folgte\u00a0<strong>1980<\/strong>. Etliche gro\u00dfe Fl\u00e4chen- und Waldbr\u00e4nde mussten bek\u00e4mpft werden. Dank der Unterst\u00fctzung der Wehren aus Wohltorf, Dassendorf, Kr\u00f6ppelshagen, Wentorf, Reinbek, Geesthacht, B\u00f6rnsen und Escheburg konnte das Ausma\u00df jedoch in Grenzen gehalten werden. Zuletzt war <strong>1995<\/strong> ein Jahr mit mehreren Wald- und Freifl\u00e4chenbr\u00e4nden in unserem Sachenwald.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">Nachbarschaftliche Hilfe<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als selbstverst\u00e4ndlich sehen wir die Unterst\u00fctzung f\u00fcr Nachbarfeuerwehren an. Hier einige Beispiele:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>1978<\/strong> ein Bauernhaus in Dassendorf, <strong>1983<\/strong> die gro\u00dfe Bok`sche Villa in Wentorf, <strong>1985<\/strong> Penny-Markt in der Gro\u00dfen Stra\u00dfe \/ Wohltorf, <strong>1988<\/strong> ein Altersheim in Wentorf, <strong>1996<\/strong> die Sporthalle auf dem ehemaligen Bundeswehrgel\u00e4nde der Bose-Bergmann-Kaserne, <strong>1993<\/strong> Zimmerbrand im Seniorenheim im Billtal\/Wohltorf oder <strong>1997<\/strong> eine Scheune in Wohltorf. Die Auflistung ist nicht zwar vollst\u00e4ndig, sie soll jedoch zeigen, dass die gegenseitige nachbarschaftliche Unterst\u00fctzung auch in der heutigen Zeit sehr wichtig ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"line-height: 1.5;\">Ein Gro\u00dffeuer muss jedoch erw\u00e4hnt werden:\u00a0<\/span><span style=\"line-height: 1.5;\">Am 08.10.<\/span><strong style=\"line-height: 1.5;\">1991<\/strong><span style=\"line-height: 1.5;\"> in einer Holzhandlung in M\u00f6lln. An dem Abend hatten wir in Aum\u00fchle einen Feuereinsatz, es brannte ein Papiercontainer. Als wir gerade zu unserem Ger\u00e4tehaus zur\u00fcckgekehrt waren, h\u00f6rten wir \u00fcber Funk die Alarmierung der M\u00f6llner Kameraden mit der Meldung: Gro\u00dfbrand bei einer Holzhandlung.\u00a0<\/span>Als der erste Einsatzf\u00fchrer am Brandort eintraf und in der R\u00fcckmeldung sofort Gro\u00dfalarm ausl\u00f6ste, besetzten wir unsere Feuerwehrfahrzeuge und fuhren nach M\u00f6lln. Bereits ab Dassendorf konnten wir den r\u00f6tlich erhellten Nachthimmel sehen. In M\u00f6lln angekommen bek\u00e4mpften wir eines der gr\u00f6\u00dften Feuerinfernos, dass wir bislang mit erlebt haben.\u00a0Eine sehr gro\u00dfe Halle mit Lagerholz, sowie diverse Stapel, Balken, Latten u.s.w. brannten in voller Ausdehnung.\u00a0Unsere Aufgabe war, das mitten auf dem Platz stehende Verwaltungsgeb\u00e4ude zu sch\u00fctzen. Dieser Einsatz verlangte alles ab. Einige von uns standen einer noch nie erlebten Hitzewand gegen\u00fcber. So war es teilweise n\u00f6tig, sie mit L\u00f6schwasser abzuk\u00fchlen.\u00a0Nach 6 Stunden Kampf hie\u00df es &#8222;Feuer unter Kontrolle&#8220;. Das Verwaltungsgeb\u00e4ude wurde nur leicht besch\u00e4digt. \u00dcber 650 Feuerwehrkameraden waren hier im Einsatz. Eingesetzt wurden auch 2 gro\u00dfe Wasserwerfer vom Bundesgrenzschutz. Die Nachl\u00f6scharbeiten dauerten noch Tage an.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">Technische Hilfeleistung<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Unter dem Begriff der technischen Hilfeleistung verbirgt sich nat\u00fcrlich viel Allt\u00e4gliches, so z. B. die typischen Witterungseins\u00e4tze bei Orkanb\u00f6en oder heftigen Regenschauern, Beseitigung von \u00d6l, Verkehrsunf\u00e4lle, Tierrettungen u.s.w. Aber es gibt auch sehr viele Eins\u00e4tze, die von uns Feuerwehrleuten vieles abverlangen.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">Probleme mit dem Wetter?<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Normalerweise nicht, aber eine Vielzahl von Eins\u00e4tzen haben wir schon durch diese kleinen Wetterkatastrophen. Entweder w\u00e4hrend oder nach den Orkanb\u00f6en oder bei starken Regenf\u00e4llen ben\u00f6tigt man schon unsere Hilfe.\u00a0Bis in die 70er Jahre hatten wir weit aus mehr Eins\u00e4tze nach \u00fcberm\u00e4\u00dfigem Regenschauern. Vollgelaufene Kellerr\u00e4ume oder \u00fcberflutete Stra\u00dfen standen h\u00e4ufig an. So waren z. B. die Kellerr\u00e4ume in der Fernmeldeabteilung im Postgeb\u00e4ude, in der ehemaligen Sparkasse, in diversen Wohnh\u00e4usern oder eine Vielzahl von Stra\u00dfen \u00fcberflutet.\u00a0Ein Grund hierf\u00fcr waren die zu kleinen Kanalisationsrohre in dieser Gemeinde. Erst als sie verbessert wurde, wurden diese Eins\u00e4tze weniger. Aber sie kommen immer wieder, in letzter Zeit leider wieder h\u00e4ufiger vor.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein Dauerbrenner ist die Bismarck-M\u00fchle. Hier ist die Ursache auch schnell erkl\u00e4rt: Durch das Nicht\u00f6ffnen der Stauwehren l\u00e4uft der M\u00fchlenteich \u00fcber und das Wasser fand den Weg in die Kellerr\u00e4ume des Restaurants. Mit unserer Unterst\u00fctzung wurde das Wasser aus den tiefer liegenden R\u00e4ume gelenzt. Im Anschluss mussten die Besitzer diese R\u00e4ume renovieren lassen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein ganz anderes Problem galt es im alten Friedrichsruher Bahnhof zu l\u00f6sen. Das Grundwasser stieg sehr h\u00e4ufig derma\u00dfen hoch an, dass der Keller mit Wasser gef\u00fcllt war. Fest installierte Pumpen sollten Abhilfe schaffen. Nur, einige Male fielen die Pumpen aus. Dann wurden wir wieder gerufen und mussten das Wasser herauspumpen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Erinnern sie sich noch an die Schneekatastrophe <strong>1979<\/strong>? Die S-Bahn fuhr nicht mehr, erst nach sehr langer Wartezeit wurden Dieselloks eingesetzt. Der Landrat sprach Fahrverbot aus. Eigentlich sah es in Aum\u00fchle mit diesen Schneemassen sehr idyllisch aus. Leider konnten wir dies nicht genie\u00dfen: Wir waren zwischen dem 14.02. bis zum 18.02. im Dauereinsatz. Schneer\u00e4umung, Medikamenten- und Lebensmittelversorgung, Krankentransporte, Eiszapfenbeseitigung, um nur einiges zu erw\u00e4hnen, waren unsere Eins\u00e4tze. Bei den anderen gr\u00f6\u00dferen Schneemassen waren wir nicht so h\u00e4ufig im Einsatz.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was uns weitaus gr\u00f6\u00dfer fordert, sind die Eins\u00e4tze bei den Orkanen oder Sturmb\u00f6en. Mit dem Sachsenwald haben wir ein Gebiet, wo regelm\u00e4\u00dfig die Stra\u00dfen durch umgewehte B\u00e4ume versperrt sind. Wir versuchen auch, die Stra\u00dfen oder die Bahnstrecke schnellst m\u00f6glich wieder frei befahrbar zu machen. Aber die Orkanb\u00f6en sind manchmal zu heftig. Hier m\u00f6chten wir einige Beispiele beschreiben:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Jahr <strong>1993<\/strong> wurde mitten im Sachsenwald die Bahnstrecke Hamburg \/ Berlin aufgrund eines umgest\u00fcrzten Baumes blockiert. Die Regionalbahn Aum\u00fchle \u2013 B\u00fcchen stand vor diesem Baum. W\u00e4hrend wir die Schadensstelle beseitigt hatten, st\u00fcrmte es weiterhin. Die B\u00e4ume neigten sich extrem. Einige B\u00e4ume fielen in unmittelbarer N\u00e4he um. Wir hatten schon ein ungutes Gef\u00fchl, ja, vielleicht sogar Angst.\u00a0<span style=\"line-height: 1.5;\">Kurz danach sollten wir die umgest\u00fcrzten B\u00e4ume auf der Strecke nach Dassendorf beseitigen. Beim Zers\u00e4gen fielen vor und hinter uns wieder weitere B\u00e4ume um. Hier war nur noch eine Ma\u00dfnahme richtig: Einsatzort sofort verlassen und Sperrung der Stra\u00dfe bis zum Abflauen des Orkans.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber auch innerhalb dieser Gemeinde gibt es viel zu s\u00e4gen. Gefahrensituationen durch umgest\u00fcrzte B\u00e4ume oder die, die zu Fallen drohen, galt es zu beseitigen.\u00a0Die Entscheidung zum F\u00e4llen eines Baumes, eine Buche, die unmittelbar am Wohnhaus stand, musste w\u00e4hrend der Orkanb\u00f6en am 24.01.93 in der Alten Hege getroffen werden. Nach kurzer Erkundung kam der Wehrf\u00fchrer, Herr Erhard Bartels, zum Entschluss, der Baum m\u00fcsse gef\u00e4llt werden. In einem Kraftakt, eingesetzt waren 2 R\u00fcstwagen und 1 Greifzug, wurde w\u00e4hrend der Nachtzeit in zwei Stunden eine ausgewachsene Buche gef\u00e4llt. Diese Buch hing so gef\u00e4hrlich schr\u00e4g zum Haus, dass sie zur anderen Seite gezogen werden musste. Hier war besonders die Last- und Kraftberechnung gefordert. Unterst\u00fctzt wurden wir von den Kameraden aus B\u00f6rnsen. Nach diesem Einsatz bezeichnete uns der B\u00fcrgermeister Herr Schimanell als Pioniertruppe der Gemeinde.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hier eine kleine Aufz\u00e4hlung \u00fcber die \u201eUnwettereins\u00e4tze\u201c:<br \/>\nRegen- und Sturmeins\u00e4tze <strong>1981<\/strong>, <strong>1982<\/strong>, <strong>1983<\/strong>, <strong>1988<\/strong>, <strong>1990<\/strong>, <strong>1992<\/strong> (Orkan \u201eIsmene\u201c), <strong>1993<\/strong> (\u201eVerena\u201c), <strong>1996<\/strong>, <strong>1999<\/strong> (Tief Anatol), <strong>2001<\/strong> und <strong>2002<\/strong>,<b>\u00a0<\/b><strong>2013<\/strong> (Orkan \u201eChristian\u201c und \u201eXaver\u201c), <strong>2015\u00a0<\/strong>(Orkan \u201eNiklas\u201c).<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">Aufr\u00e4umarbeiten<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Sommer <strong>2002 <\/strong>waren wir in Lauenburg an der Elbe, um Vorsorgema\u00dfnahmen an den Deichen aufgrund der Hochwasserflut durchzuf\u00fchren. Unsere Aufgabe war das Bef\u00fcllen und das Verstauen der Sands\u00e4cke an den Deichen. Ein Lob an unseren B\u00fcrgermeister Herrn Giese, der etwas sp\u00e4ter am Einsatzort erschien und 4 Stunden lang beim Bef\u00fcllen der Sands\u00e4cke mitwirkte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch im Sommer\u00a0<strong>2013\u00a0<\/strong>r\u00fcckten\u00a0wir\u00a0aufgrund des Elbehochwassers\u00a0mehrmals zur Amtshilfe nach Lauenburg aus, um Sands\u00e4cke zu bef\u00fcllen.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">Tierrettung<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn wir angefordert werden, dann scheuen wir uns auch nicht vor Ma\u00dfnahmen, die der Tierrettung dienlich sind. So mussten wir im Winter <strong>1978<\/strong> auf dem Kupferteich, wo auf der Oberfl\u00e4che bereits eine d\u00fcnne Eisschicht war, einen Schwan einfangen. Einige Jahre sp\u00e4ter musste wieder ein Schwan eingefangen werden. Auf dem M\u00fchlenteich wurde ein Schwan mit einem Angelhaken mit abgerissener Schnur gesichtet. Auch dieser Schwan wurde gerettet und zur tier\u00e4rztlichen Behandlung in die Praxis der Fr. Dr. M\u00fcller gefahren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nat\u00fcrlich z\u00e4hlt zu den sehr bekannten Tierrettungseins\u00e4tzen die \u201eKatze im Baum\u201c. Auch hier konnten wir jedes Mal helfen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>1999<\/strong> war uns auch nicht sehr wohl im Magen, als es hie\u00df: Suche nach einer Schlange. Die Schlange, eine ausgewachsene Ringelnatter, wurde gefunden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit viel Respekt gingen wir bei der Rettung von Pferden vor. Im Sachsenwald war auf einem morastigen Untergrund ein Pferd so tief versackt, dass es sich nicht weiterlaufen konnte. In diesem Fall konnten wir auch mit unseren Fahrzeugen nicht bis zum Einsatzort vorfahren. Das Einsatzger\u00e4t musste in diesem Fall sehr weit getragen werden. Aber auch hier gab\u00a0es wieder die positive Meldung: Pferd gerettet.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">Verkehrsunf\u00e4lle<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hier\u00fcber k\u00f6nnen wir sehr viel berichten, weil wir j\u00e4hrlich immer wieder zu solchen Anl\u00e4ssen gerufen werden. Meist bleibt es bei der Beseitigung von \u00d6l, das Aufrichten von Fahrzeugen oder die Reinigung einer Unfallstelle.\u00a0Die h\u00e4ufigsten Eins\u00e4tze in der technischen Hilfeleistung sind aber tats\u00e4chlich die Beseitigung von \u00d6l, egal ob auf der Stra\u00dfe oder auf dem Wasser.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie durch ein kleines Wunder wurde am 10.06.<strong>1986<\/strong> niemand verletzt, als ein Lkw in der Dora-Specht-Allee umkippte. Diesen Lkw mussten wir wieder aufrichten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">5 Jahre sp\u00e4ter kippte ein Sattelzug eines hier sehr bekannten Unternehmens in einer Kurve in Richtung Dassendorf um. 1400 Getr\u00e4nkekisten mit Selterflaschen lagen verstreut auf der Fahrbahn und mussten wieder zusammenger\u00e4umt werden. Im Anschluss war Fegen angesagt. Zum Gl\u00fcck wurde der Fahrer nicht verletzt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Holzhofkreuzung ist bez\u00fcglich der Verkehrsunf\u00e4lle der meist angefahrene Einsatzort. Obwohl die Geschwindigkeit reduziert und \u00fcberdimensional gro\u00dfe Verkehrsschilder aufgestellt wurden, ereignen sich hier immer wieder Verkehrsunf\u00e4lle. Leider auch einige mit t\u00f6dlichem Ausgang.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Erw\u00e4hnenswert ist ein Verkehrsunfall, der sich <strong>1995<\/strong> ereignete. Ein Tieflader versuchte in den fr\u00fchen Morgenstunden zu wenden. Erfolg: ein dreiachsiger LKW mit Betonpumpe fuhr gegen den Tieflader. Ergebnis dieser Aktion: Zum Gl\u00fcck niemand verletzt, aber die Stra\u00dfen waren \u00fcber 4 Stunden gesperrt und die Fahrbahn war \u00f6lverschmiert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Landesstra\u00dfen im Sachsenwald nach Dassendorf, Kuddew\u00f6rde oder Kr\u00f6ppelshagen waren in den Jahrzehnten immer wieder unser Ziel. Aus verschiedenen Ursachen, wie z. B. zu schnelles Fahren, nicht angepasste Geschwindigkeit bei Witterungseinfl\u00fcssen (nasse Fahrbahn, Glatteis) oder falsches \u00dcberholen passieren hier auf den sehr kurven- und kuppenreichen Strecken immer wieder schwere Verkehrsunf\u00e4lle. Auch wenn die Technik in den Kraftfahrzeugen im Laufe der Zeit erheblich verbessert wurde (Airbag, ABS usw), ereignen sich immer wieder Unf\u00e4lle mit t\u00f6dlichem Ausgang oder mit schwer verletzten Personen. Mehrere eingeklemmte Personen mussten herausgeholt werden. Ein\u00a0schwerer Unfall war\u00a0<strong>2000<\/strong> auf der Strecke Richtung Dassendorf. Hierbei verungl\u00fcckten 2 Personen t\u00f6dlich und eine weitere wurde schwer verletzt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein bitterer Vorfall war <strong>1999<\/strong>, als auf der Strecke zwischen Kr\u00f6ppelshagen und Aum\u00fchle einer Joggerin beim Zusammenprall mit einem Fahrzeug der Arm abgerissen wurde. Gemeinsam mit den Kameraden aus Kr\u00f6ppelshagen wurde die Verletzte bis zum Eintreffen des Notarztes versorgt und der abgerissene Arm gesucht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein anderer schwerer Verkehrsunfall blieb lange in unserer Erinnerung: <strong>1990<\/strong> war auf der Landesstra\u00dfe in der N\u00e4he der Einm\u00fcndung zum Krappenkamp ein Zusammensto\u00df zwischen Pkw und Lkw. Beide Fahrzeuge gerieten in Brand. Eine Rettung des eingeklemmten Pkw-Fahrers war nicht mehr m\u00f6glich.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Grausam sind auch die Einsatzstellen, wenn Freitodsuchende von den Z\u00fcgen \u00fcberfahren werden. Mit diesen Anblicken haben wir alle sehr schwer zu k\u00e4mpfen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vor einigen Jahren wurde gerade das Thema extreme Stresssituation sensibilisiert. Um diese Erlebnisse besser verarbeiten zu k\u00f6nnen, wurde im Kreis des Feuerwehrverbandes Herzogtum Lauenburg ein Nachsorgeteam gebildet. Einmal, nachdem ein kleines Kind bei einem Unfall im M\u00fchlenteich t\u00f6dlich verungl\u00fcckt ist, nahmen wir die Gespr\u00e4che mit dem Nachsorgeteam in Anspruch.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">Sonstige Eins\u00e4tze<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hierzu z\u00e4hlen insbesondere die Suche nach Personen. Personen, die hilflos umherirren, Freitodabsichten ge\u00e4u\u00dfert haben oder oder oder.\u00a0Auch hier ist der Sachsenwald wieder in vielen F\u00e4llen der Einsatzort. Wir m\u00f6chten auf diese Eins\u00e4tze nicht weiter eingehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir wollen aber aus der Hilfsorganisation Arbeiter Samariter Bund (ASB) die Suchhundegruppe nicht unerw\u00e4hnt lassen. In den letzten 3 Jahren wurden bei den Suchaktionen nach Personen die Hunde angefordert, die sehr erfolgreich ihre Arbeit geleistet haben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diese Darstellung der Feuerwehreins\u00e4tze aus den letzten Jahrzehnten sollte ausreichen, um zu erkennen, wie umfangreich die Feuerwehrarbeit sein kann. Um diese Aufgaben l\u00f6sen zu k\u00f6nnen, m\u00fcssen wir f\u00fcr eine umfangreiche Ausbildung bereit sein.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">Alarmierung<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nur noch die \u00e4lteren Bewohner k\u00f6nnen sich daran erinnern, dass fr\u00fcher eine Person mit einem Einsatzhorn durch die Gemeinde fuhr und damit Feueralarm ausl\u00f6ste.\u00a0Aber auch hier siegte die Technik: Zur Alarmierung wurde die Sirene eingesetzt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bis zur Einf\u00fchrung der Funkmeldeempf\u00e4nger hatten wir in unserer Wohnung zus\u00e4tzlich noch eine Schnarre. Die war gut, so gut, dass die gesamten Hausbewohner immer einen gro\u00dfen Schreck erhalten haben. Auf jeden Fall waren alle Bewohner hellwach und keiner konnte in der n\u00e4chsten Zeit wieder einschlafen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es wurde Zeit f\u00fcr eine neue Technik. Und sie kam: Seit <strong>1980<\/strong> sind wir im Besitz der Funkmeldeempf\u00e4nger. Nur noch bei Feueralarm oder bei Hilfeleistungen, wo Personen in Lebensgefahr sind, ert\u00f6nt die Sirene. Alle anderen Eins\u00e4tze, und das sind wirklich die meisten, werden von den Gemeindebewohnern nicht mehr wahr genommen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Geschichte der Feuerwehr Aum\u00fchle Gr\u00fcndung und Kriegszeit Bereits 1879 existierte in Friedrichsruh eine Feuerspritze, die von Bediensteten der Bismarck\u00b4schen Gutsverwaltung bedient wurde. Im Jahre 1889 bildeten dann der Gutsvorstand Friedrichsruh und die Gemeinde Aum\u00fchle Billenkamp eine gemeinsame Brandwehr, die ihren Sitz in Friedrichsruh behielt. 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