Jetzt haben wir Anfang Februar – und von den „Schneemassen“, die uns die ersten 14 Tage des neuen Jahres begleitet haben, ist nichts mehr übrig. Andere Themen bestimmen längst wieder die Tagesnachrichten.

So schnelllebig unsere Zeit auch ist: Wir möchten dennoch auf den „echten“ Winter mit seiner weißen Pracht zum Jahresbeginn aus feuerwehrtechnischer Sicht zurückblicken. Denn diese Phase war für uns besonders anspruchsvoll und einsatzreich.

Innerhalb von gut zehn Tagen wurden 27 Einsätze abgearbeitet, davon 24 im direkten Zusammenhang mit der Schneelage. Die Schwerpunkte lagen beim Räumen umgestürzter Bäume von Straßen, dem Beseitigen tiefhängender Äste sowie beim Vorbeugen akuter Schneebruchgefahren.

Das Einsatzgeschehen konzentrierte sich vor allem auf die Landesstraßen rund um Aumühle und den Sachsenwald. Dieser gehört verwaltungstechnisch seit dem 01.01.2026 – nach einem Beschluss des Landes Schleswig-Holstein – zum größten Teil zur Gemeinde Aumühle. Die bewohnten Gebiete im Sachsenwald, die sogenannten Enklaven, waren schon zuvor Teil der Gemeinde. Neu ist, dass nun auch die gesamte Waldfläche, die bisher ein gemeindefreier Gutsbezirk war, auf acht Gemeinden aufgeteilt wurde.

Schon vor dieser Änderung waren wir für den Brandschutz im Sachsenwald zuständig. Das wurde bislang über einen Brandschutzvertrag zwischen Waldeigentümer und Gemeinde geregelt. Für uns ändert sich daher zunächst wenig.

Dennoch wird nun geprüft, welche vorbeugenden Maßnahmen im Bereich der Waldbrandbekämpfung künftig notwendig sind und welche Verpflichtungen daraus für die Gemeinde entstehen könnten. Dazu wurde ein Prozess gestartet, an dessen Ende ein umfassendes Waldbrandbekämpfungskonzept stehen wird. Ziel ist es, auch bei trockenen und extremen Wetterlagen in den Sommermonaten gut vorbereitet zu sein.

Ein derart hohes Einsatzaufkommen wie in dieser Schneelage ist für eine Feuerwehr unserer Größe nicht alltäglich. Umso mehr hat sich gezeigt, wie gut wir vorbereitet sind – und wie stark der Zusammenhalt innerhalb der Wehr ist. Kameradinnen und Kameraden eilen zu jeder Tages- und Nachtzeit motiviert zum Feuerwehrhaus, um Hilfe zu leisten. Und das ausschließlich ehrenamtlich.

Dieses Engagement ist alles andere als selbstverständlich. Es zeigt, wie groß die Bereitschaft ist, Verantwortung für das Allgemeinwohl in Aumühle und Umgebung zu übernehmen. Ein großer Dank gilt ebenso den Familien im Hintergrund, die Verständnis haben, den Rücken freihalten und es möglich machen, dass Hilfe schnell dort ankommt, wo sie gebraucht wird.

Um diese Einsatzbereitschaft auch in Zukunft aufrechtzuerhalten, brauchen wir jede Aumühlerin und jeden Aumühler zwischen 18 und 63 Jahren. Denn manche haben fast ihr gesamtes Leben in den Dienst des Ehrenamtes gestellt und wechseln mit 67 Jahren verdient aus der Einsatzabteilung in die Ehrenabteilung. So zum Jahreswechsel auch zwei Kameraden, deren besondere Leistungen und teils über 50-jährige Dienstzeit eine besondere Anerkennung verdienen. Sie fehlen nun im Einsatzdienst – besonders tagsüber – als tragende Stützen.

Also: Neuer Vorsatz für Dich. Schau dir die Arbeit der Freiwilligen Feuerwehr unverbindlich an. Schreib uns oder komm dienstags ab 19 Uhr einfach am Feuerwehrhaus vorbei – gern auch mit einer Freundin oder einem Freund. Wir freuen uns auf Dich!